20.11.2025

Eisenach-Nord im Dialog: Bürgerinnen und Bürger diskutieren über Parkgestaltung und Sauberkeit

In Eisenach-Nord kamen am 19. November Bürgerinnen und Bürger im Aktiv-Treff am Nordplatz zum Dialog „Auf ein Wort vor Ort“ zusammen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Oberbürgermeister Christoph Ihling, der dabei aktuelle Planungen für den Stadtteil vorstellte und Anliegen der Anwesenden aufgriff. Besonders im Fokus standen die Neugestaltung des Nordparks, das Thema Müll sowie Projekte zur Stärkung des nachbarschaftlichen Austauschs.

Im Mittelpunkt der Dialogrunde standen die zukünftigen Pläne für die Grünfläche zwischen Eisenach-Nord und dem ehemaligen Kasernengelände an der Ernst-Thälmann-Straße. Oberbürgermeister Ihling informierte, dort sollen befestigte Wege, eine Streuobstwiese und Hochbeete entstehen. Der St.-Annenbach, der durch das Gebiet verläuft, wird laut Ihling renaturiert, um das Biotop zu erhalten und Überschwemmungen nach Starkregen besser abfangen zu können. Die Stadt verspricht, bei den baulichen Maßnahmen behutsam mit der Natur umzugehen.

Auch die Verkehrswege im Viertel wurden thematisiert. Die vorhandenen Trampelpfade zwischen Eisenach-Nord und dem Thälmannviertel sollen durch einen Brückenneubau über den Bach ersetzt werden. Zusätzliche Übergänge sind als Trittsteine geplant, um die Quartiere besser miteinander zu verbinden. Bei der Begrünung sind Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Verband der Kleingärtner eingebunden, kleine Gartenparzellen sind jedoch nicht angedacht. An den geplanten Hochbeeten können sich Interessierte gärtnerisch unter Anleitung betätigen.

Zudem kündigte der Oberbürgermeister Modernisierungen an: Der Spielplatz „Am Schleierborn“ soll in Zusammenarbeit mit dem Jugendbeirat überholt werden. Über den Stadtteil hinaus werden diese und weitere Projekte im Netzwerk „Nordrunde“ koordiniert, das Akteure wie Vermieter, Schulen und soziale Einrichtungen zusammenbringt. Ein großes Thema des Bürgerdialogs war die Müllproblematik: Neben Frühjahrs- und Herbstputzaktionen werden Werbekampagnen und Umweltbildungsprojekte genannt, um das Bewusstsein für Sauberkeit im Stadtteil zu stärken.

Sozialarbeiter Mario Reinhardt vom Thinka-Projekt der Naturfreunde stellte zusätzliche Initiativen vor, wie monatliche Müllspaziergänge zur Sensibilisierung für Mülltrennung und legale Entsorgungswege. Er informierte über kostenlose Sperrmüllabholung und Möglichkeiten, gut erhaltene Möbel an Bedürftige weiterzugeben. Außerdem lädt das Kultur- und Nachbarschaftsprojekt der Naturfreunde unter dem Motto „Wie leben wir?“ dazu ein, generationen- und herkunftsübergreifend ins Gespräch zu kommen. Der Bürgerdialog „Auf ein Wort vor Ort“ wird laut Stadtverwaltung fortgesetzt, um Anliegen der Anwohnenden weiterhin regelmäßig aufzugreifen.

Quelle: Pressemitteilung vom 20.11.2025
Bilder: ©Birgit Schellbach, Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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