05.06.2026

Hirschkäfersuche 2026: Eisenach und Wartburgkreis als Hotspots gefragt

Von Juni bis August sind Naturfreunde in Eisenach und im Wartburgkreis wieder gefragt: NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) rufen zur Hirschkäfersuche 2026 auf. Wer die auffälligen Käfer an warmen Sommerabenden entdeckt, soll seine Beobachtungen melden und so helfen, den Bestand der stark gefährdeten Art besser zu erfassen und zu schützen.

Die besten Chancen auf eine Sichtung gibt es an lauen Abenden in Laubwäldern mit alten, lichten Eichenbeständen und viel Totholz oder Baumstubben. Auch alte Obstbäume und Streuobstwiesen werden häufig genutzt. Eisenach und der Wartburgkreis gelten in Thüringen als Schwerpunkte des Vorkommens. Deshalb unterstützen der Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal e.V. und der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal die Aktion besonders intensiv. Unter anderem wurden spezielle Hirschkäferwiegen angelegt, in denen sich die Larven entwickeln können.

Wichtig ist, die Tiere bei der Suche nicht zu stören. Hirschkäfer stehen in Thüringen und bundesweit auf der Roten Liste und werden in der Kategorie 2 als „stark gefährdet“ geführt. Sie sind zudem europaweit über die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt. Ziel der Aktion ist es, bekannte Vorkommen zu bestätigen, neue Fundorte zu entdecken und daraus konkrete Schutzmaßnahmen ableiten zu können.

Damit Fachleute Funde sicher zuordnen können, sollten Meldungen möglichst mit digitalen Fotos versehen werden. Verwechslungen gab es in der Vergangenheit etwa mit Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großem Bockkäfer oder Lederlaufkäfer. Ein Artensteckbrief zum Hirschkäfer hilft zusätzlich bei der Bestimmung.

Wer einen Hirschkäfer entdeckt, kann den Fund direkt über die Thüringer App „Meine Umwelt“ oder über die Internetseite des NABU Thüringen melden. Benötigt werden Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, möglichst auch zum Geschlecht, zur Anzahl der Tiere und zum Lebensraum. Hinweise auf mögliche Beeinträchtigungen – etwa Verkehr, Holzlager oder intensive Nutzung – sind hilfreich, aber keine Pflicht. Bei Unsicherheiten unterstützen Expertinnen und Experten des TLUBN.

Weitere Informationen zur App „Meine Umwelt“ für Thüringen sind unter https://tlubn.thueringen.de/service/umweltdaten/meine-umwelt-app zu finden. Details zur laufenden Hirschkäfersuche und Hintergrundwissen zur Art stellt der NABU Thüringen unter www.NABU-Thueringen.de/Hirschkaefersuche bereit.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.06.2026
Foto: NABU
Veröffentlicht am von , Redakteur

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