Internationale Begegnung würdigt Heilige Elisabeth in Eisenach
In der Eisenacher Predigerkirche wurde am 16. August 2025 im Rahmen einer Festveranstaltung die Kabinettausstellung „Die Heilige, die unter uns lebt. Mosaike aus dem Leben der Heiligen Elisabeth“ eröffnet. Die von der Sankt-Elisabeth-Gesellschaft aus der ungarischen Partnerstadt Sárospatak konzipierte Exposition präsentiert 22 Tableaus zum Leben und Wirken der Heiligen Elisabeth von Thüringen.
Die Eröffnungsfeier zog internationale Gäste an, darunter der Botschafter Ungarns in Deutschland, Dr. Péter Györkös, sowie eine Delegation unter Leitung von Sárospataks Bürgermeister Dr. Szabolcs Farkas. Aus der Partnerstadt Marburg war Dezernentin und Stadträtin Kirsten Dinnebier angereist. Oberbürgermeister Christoph Ihling aus Eisenach betonte bei seiner Ansprache die Symbolkraft der Ausstellung für die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft sowie die Rolle Elisabeths für die Städtepartnerschaft zwischen Sárospatak und Eisenach.
Dr. Péter Györkös hob Gemeinsamkeiten in der Geschichte von Ungarn und Deutschland hervor und verwies auf die familiären und historischen Verflechtungen, darunter die Gründung Hessens durch einen Nachfahren der Heiligen Elisabeth und die Spuren Luthers in Ungarn. Auch persönliche Eindrücke aus Eisenach, wie die Bekanntschaft mit dem früheren Automobil 'Wartburg', fanden in seiner Rede Erwähnung.
Auch Sárospataks Bürgermeister Dr. Szabolcs Farkas stellte die Bedeutung der Heiligen Elisabeth heraus, deren Lebensweg bereits im Kindesalter von Sárospatak nach Eisenach führte und weiter nach Marburg reichte. Dieser historische Weg stehe sinnbildlich für die Brückenbildung zwischen Ländern und Kulturen, so Farkas, der die gastfreundliche Atmosphäre in Eisenach würdigte.
In einem weiteren Grußwort richtete Kirsten Dinnebier aus Marburg den Blick auf Elisabeths Werteverständnis, das aktuelle Themen wie Armut und Solidarität aufgreife. Sie betonte die bleibende gesellschaftliche Relevanz von Elisabeths Handeln und die Notwendigkeit, soziale Verantwortung auch heute wahrzunehmen.
Die Festveranstaltung wurde musikalisch von Monica Ripamonti (Cembalo) und Hans-Christoph Fichtner (Violine) begleitet. Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem der Auftritt einer Kinder- und Jugendtanzgruppe aus Sárospatak, deren Darbietung Stationen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth zum Thema hatte. Im Anschluss bestand Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung, deren Konzept und Umsetzung von Mónika Kelecseny als Kuratorin verantwortet wurde.
Als symbolisches Gastgeschenk überreichte Sárospatak der Stadt Eisenach eine kunstvoll gefertigte „Bank der Heiligen Elisabeth“, gestaltet von Gabor Ferencz. Die Bank wurde vor der Predigerkirche eingeweiht. Die Exposition kann bis zum 9. November 2025 in der Predigerkirche besichtigt werden. Öffnungszeiten sind mittwochs bis sonntags und an Thüringer Feiertagen von 10 bis 13 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr.
Quelle: Pressemitteilung vom 16.08.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 17.08.2025 07:25 von Christian Wolf, Redakteur




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