14.11.2025

Jüngling an der Himmelspforte kehrt restauriert nach Eisenach zurück

Die aufwendig restaurierte Grabstätte der Familie Wuth mit der markanten Skulptur „Jüngling an der Himmelspforte“ ist am 14. November 2025 offiziell auf dem Eisenacher Hauptfriedhof wieder eingeweiht worden. Die Sanierungsarbeiten an der Skulptur und dem steinernen Portal waren nach Angaben der Friedhofsverwaltung notwendig, weil Feuchtigkeit das Bauwerk über Jahre stark beschädigt hatte. Dank vielfältiger Unterstützung und einer erfolgreichen Spendenaktion konnten die Arbeiten abgeschlossen werden.

Rund 25.400 Euro kostete die Restaurierung der Anlage, die von der Stadt allein nicht finanzierbar gewesen wäre. Bürgerinnen und Bürger, der Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs e.V. sowie die Wartburg-Sparkasse trugen maßgeblich zum Gelingen bei. Auch der Freistaat Thüringen unterstützte das Projekt mit finanziellen Mitteln. Der erste Bauabschnitt, der die Skulptur und die Himmelspforte umfasste, wurde in einer Erfurter Restauratorenwerkstatt durchgeführt, das steinerne Portal erneuerte ein Steinmetz vor Ort.

Nach Angaben von Uwe Dietrich, Vorsitzender des Förderkreises, konnte der Verein mit den insgesamt eingeworbenen 12.335 Euro zahlreiche Bürger für das Vorhaben begeistern. Neben weiteren öffentlichen Zuschüssen ermöglichte dies bereits das sechste abgeschlossene Restaurierungsprojekt des Vereins im laufenden Jahr. Die Bepflanzung rund um die Anlage soll im Frühjahr 2026 folgen.

Die Skulptur „Jüngling an der Himmelspforte“ ist eine seltene Galvanoplastik, die auf einen Entwurf des österreichischen Künstlers August Rantz aus dem Jahr 1904 zurückgeht. Das ursprüngliche Denkmal wurde mehrfach kopiert und gilt heute als außergewöhnliches Beispiel der Sepulkralkultur. Auf dem Eisenacher Hauptfriedhof befindet sich seit 1915 eine der wenigen Kopien, die exklusiv für die Grabstätte der Familie Heinrich Wuth angefertigt wurde und seit 1993 unter Denkmalschutz steht.

Insgesamt listet die Stadt Eisenach rund 70 denkmalgeschützte oder besonders schützenswerte Grabmale auf dem Hauptfriedhof und plant, weitere restaurierungsbedürftige Exemplare mit Unterstützung aus der Bürgerschaft zu erhalten. Als nächstes ist die Instandsetzung der Friedhofskapelle der Familie Boyneburgk im Stadtteil Stedtfeld vorgesehen; dafür werden nun erneut Spenden gesammelt.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.11.2025
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Redakteur

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