Marienstraße: Zweiter Bauabschnitt startet – Arbeiten bis 2028 geplant
In der Eisenacher Marienstraße steht der nächste große Schritt der Sanierung an. Ab dem Frühjahr 2027 wird der Abschnitt zwischen Barfüßerstraße und Wartburgallee erneuert, vorbereitende Leitungsarbeiten beginnen bereits im September 2026 im Bereich der bunten Treppe zur Beethovenstraße. Die Stadt rechnet damit, die Haupttrasse der Marienstraße bis Ende 2028 in mehreren Bauabschnitten fertigzustellen – mit Auswirkungen auf Verkehr, Anwohnende und die wichtige Fußwegeverbindung zwischen Innenstadt, Wartburg und Mariental.
Im ersten Schritt werden ab September 2026 im kurzen Straßenstück bis zum Beginn der Treppenanlage Kanal-, Strom- und Trinkwasserleitungen verlegt. Diese Arbeiten sollen bis Mitte November abgeschlossen sein. Anschließend wird die Oberfläche zunächst nur provisorisch geschlossen, zusätzlich entsteht eine neue Stützwand. Die bunte Treppe selbst ist nicht Teil dieses Bauabschnitts und soll zu einem späteren Zeitpunkt instandgesetzt werden.
Die eigentliche Sanierung der Marienstraße im zweiten Bauabschnitt soll Anfang März 2027 starten. Sie schließt an die bereits erneuerte Strecke zwischen Frauenplan und der Kreuzung Barfüßerstraße an. Dort zeigen Begrünung, neue Bänke, Fahrradstellplätze, Trinkbrunnen und moderne Straßenbeleuchtung bereits, in welche Richtung sich das Straßenbild entwickelt. Neu gepflanzte Bäume und zusätzliche Vegetation sind Teil der Klimaanpassung im dicht bebauten Quartier.
Für die Bauarbeiten spielt der Bereich rund um die Gedenkstätte „Goldener Löwe“ eine zentrale Rolle. Der Parkplatz an der Gedenkstätte dient schon seit einiger Zeit als Lager- und Stellfläche für den Neubau eines Hotels an der Wartburgallee. Deshalb konnten in der Marienstraße zunächst keine Suchschachtungen zur Leitungsfeststellung vorgenommen werden, weil diese mit einer Vollsperrung verbunden gewesen wären und die Versorgung der Nachbarbaustelle gefährdet hätten. Erst im April 2026 waren die Untersuchungen möglich, anschließend wurde die Ausführungsplanung überarbeitet und die Ausschreibung vorbereitet.
Auch für die nun anstehende Sanierung bleibt der Parkplatz an der Gedenkstätte als Baustelleneinrichtungsfläche reserviert und wird erst am Ende der Gesamtmaßnahme wiederhergestellt. Parallel laufen weitere Projekte im direkten Umfeld, etwa die geplante Neugestaltung des Platzes am Denkmal zur Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung und der Bau einer Rettungstreppe für die Gedenkstätte. Hinzu kommen private Vorhaben. Die Stadtverwaltung spricht von einer anspruchsvollen Koordinierung der verschiedenen Baustellen, um Sperrungen, Lieferverkehre und Anliegerzugänge miteinander in Einklang zu bringen.
Mit dem zweiten Bauabschnitt soll die Marienstraße als wichtigste Fußwegeverbindung zwischen Innenstadt, Wartburg und Mariental weiter aufgewertet werden. Ziel ist ein deutlich ruhigeres, optisch ansprechenderes Umfeld mit mehr Aufenthaltsqualität. Bereits die veränderte Einbahnstraßenregelung hat dazu geführt, dass die Straße nicht mehr durchgängig als Ausweichroute zur Wartburgallee genutzt werden kann. Die frühere Belastung durch Schleichverkehr, unter der Anwohnerinnen und Anwohner lange litten, ist dadurch bereits zurückgegangen.
Bis Ende 2028 wird die Haupttrasse der Marienstraße in mehreren Abschnitten erneuert, beginnend auf Höhe des Einkaufsmarktes und schrittweise in Richtung Wartburgallee. Für Anliegende und Durchreisende bedeutet das über Jahre hinweg wechselnde Verkehrsführungen, Baulärm und eingeschränkte Parkmöglichkeiten – zugleich aber die Aussicht auf ein deutlich aufgewertetes Quartier zwischen Innenstadt und Höhenlage.
Wer sich für die Entwicklung rund um die Gedenkstätte und den benachbarten Denkmalplatz interessiert, findet in der laufenden Umgestaltung des Areals einen weiteren Baustein der städtebaulichen Veränderungen in diesem Viertel. Dort werden bis 2028 unter anderem Barrierefreiheit, Klimaanpassung und neue Aufenthaltsbereiche umgesetzt, die eng mit der Sanierung der Marienstraße verzahnt sind.
Quelle: Pressemitteilung vom 27.07.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 27.07.2026 13:48 von Christian Wolf, Redakteur


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