NABU lädt zur „Stunde der Wintervögel“ im Januar ein: Mitmachen in Eisenach und Wartburgkreis
Vom 9. bis 11. Januar 2026 ruft der NABU Thüringen zur Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ auf. Naturfreunde in Eisenach und im Wartburgkreis sind eingeladen, eine Stunde lang heimische Vögel wie Meisen, Finken, Rotkehlchen oder Sperlinge am Futterhaus, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten und die Ergebnisse an den NABU zu melden.
Die Aktion findet zu Jahresbeginn bereits zum wiederholten Mal statt und hat sich in Thüringen als feste Tradition etabliert. Ziel ist es, Bestandstrends häufiger Vogelarten im Siedlungsraum zu erfassen und auch Wintergäste aus kälteren Regionen zu dokumentieren. Laut Marcus Orlamünder, Naturschutzreferent des NABU Thüringen, profitieren viele Vogelarten derzeit von einem reichhaltigen Nahrungsangebot durch heimische Gehölze wie Schlehen, Hagebutten, Weißdorn und Ebereschen. Diese Pflanzen bieten zahlreichen Vogelarten Nahrung und Lebensraum, weshalb der NABU empfiehlt, sie in Gärten zu pflanzen.
Mitmachen ist einfach: Teilnehmende notieren von jeder Vogelart die höchste gleichzeitig beobachtete Anzahl während einer Stunde. Die Ergebnisse können online oder per App „NABU-Vogelwelt“ gemeldet werden. Die App unterstützt bei der Bestimmung der Arten und erleichtert die Teilnahme. Wer sich für die Aktion interessiert, findet weitere Informationen, Artenporträts und Fütterungstipps unter www.NABU-Thueringen.de/wintervoegel.
Für junge Vogelfreunde gibt es vom 12. bis 16. Januar 2026 die „Schulstunde der Wintervögel“, bei der Schulklassen und Jugendgruppen im Park, auf dem Schulhof oder im Garten Vögel zählen und mehr über sie erfahren können. Die Aktion trägt dazu bei, das Bewusstsein für die heimische Vogelwelt zu stärken und liefert wichtige Daten für den Naturschutz. Auch im vergangenen Jahr beteiligten sich zahlreiche Menschen aus der Region an der Zählung, die wertvolle Erkenntnisse über die Auswirkungen von Klimawandel und Lebensraumveränderungen auf die Vogelbestände liefert. Die Aktion erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit und trägt dazu bei, Schutzmaßnahmen gezielter umzusetzen.
Quelle: Pressemitteilung vom 06.01.2026
Veröffentlicht am 07.01.2026 19:04 von Christian Wolf, Redakteur
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