Neue Stützmauer in der Fischerstadt: Bohrpfähle setzen Baufortschritt am Mühlgraben
In der Eisenacher Fischerstadt laufen derzeit die Arbeiten für eine neue Stützmauer am Mühlgraben auf Hochtouren. Zwischen Hospitalstraße und August-Bebel-Straße werden aktuell bis zu fünf Meter tiefe Bohrpfähle gesetzt, die später das Fundament der Mauer bilden. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet diese Bauphase zusätzliche Lärmbelastung, gleichzeitig ist sie ein wichtiger Schritt, um die Straße und das Ufer bis voraussichtlich April 2027 grundhaft zu erneuern.
Auf dem engen Abschnitt entlang des Mühlgrabens kommt derzeit ein Bohrgerät zum Einsatz. Insgesamt 45 Betonpfähle werden im Abstand von rund anderthalb Metern in den Boden eingebracht und anschließend mit Beton verfüllt. Die Stadt setzt hier auf eine Pfahlgründung, die nach eigenen Angaben günstiger ist als ein durchgehendes Flächenfundament und das angrenzende Gewässer weniger beeinträchtigt.
Die Bohrarbeiten sollen etwa drei Wochen dauern. In dieser Zeit ist mit deutlich hörbaren Baugeräuschen zu rechnen. Gleichzeitig bleibt die Straße nach Angaben der Stadt für Anlieger, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende passierbar, auch wenn es immer wieder zu kurzfristigen Einschränkungen kommen kann.
Seit Juli wird der Abschnitt der Fischerstadt zwischen Hospitalstraße und August-Bebel-Straße grundhaft ausgebaut. Zu den ersten Maßnahmen gehörte der Abriss der alten, bereits einsturzgefährdeten Stützmauer im Anschluss an die Brücke in der Hospitalstraße. Um die Baustelle vor eindringendem Wasser aus dem Mühlgraben zu schützen, wurde eine provisorische Mauer aus Betonsteinen gesetzt. Parallel dazu sind bereits mehrere Versorgungsleitungen im Untergrund erneuert worden; als einer der nächsten Schritte folgt der neue Kanal.
Die Straße selbst wird so ausgebaut, dass sie künftig auch von größeren Feuerwehrfahrzeugen befahren werden kann. Am Charakter als Anliegerstraße ändert sich nichts, der Ausbau erfolgt in Pflasterbauweise. Für Anwohnerinnen und Anwohner bleibt damit die Erreichbarkeit der Grundstücke grundsätzlich erhalten, auch wenn im Bauverlauf zeitweise Umwege oder Verschiebungen von Parkmöglichkeiten nötig sein können.
Mit dem Projekt geht es nicht nur um die technische Erneuerung. Entlang des Mühlgrabens entsteht ein neuer Aufenthaltsbereich, der vor allem vor der neuen Wohnanlage der Städtischen Wohnungsgesellschaft Eisenach geplant ist. Auf dieser Höhe wird eine kleine Aussichtsplattform gebaut, von der aus eine Treppe direkt hinunter zum Wasser führt.
Im Mühlgraben selbst sind Trittsteine vorgesehen, die vor allem für Kinder einen direkten Zugang zum Wasser ermöglichen sollen. Bänke entlang des Ufers laden zum Sitzen ein, eine neue Bepflanzung im Uferbereich soll mittelfristig für Schatten sorgen. Damit knüpft die aktuelle Bauphase an das übergeordnete Ziel an, den Mühlgraben in der Fischerstadt bis zum Frühjahr 2027 zu einem besser nutzbaren Treffpunkt am Wasser zu entwickeln.
Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist für April 2027 geplant. Ob dieser Termin gehalten werden kann, hängt von der Witterung und dem weiteren Bauverlauf ab. Für die Menschen im Quartier bedeutet das: Noch einige Monate Baustellenbetrieb, aber perspektivisch eine deutlich aufgewertete Straße mit neuen Aufenthaltsmöglichkeiten direkt am Wasser.
Quelle: Pressemitteilung vom 06.10.2026
Fotos: Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am 06.10.2026 11:33 von Christian Wolf, Redakteur

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