Thüringen verzeichnet Anstieg der Gewerbeabmeldungen
Von Januar bis September 2024 meldeten die Thüringer Gewerbeämter mehr Abmeldungen und weniger Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr, wie das Thüringer Landesamt für Statistik bekanntgab. Besonders Kleinunternehmen und Betriebe im Nebenerwerb waren betroffen.
Laut einer Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik sind die Gewerbeanmeldungen von Januar bis September 2024 um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Von den insgesamt 8.725 Anmeldungen entfielen 82,2 Prozent auf gewerbliche Neugründungen, wobei Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe den Großteil dieser Neugründungen ausmachten. Hierbei ließen sich lediglich 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr verzeichnen.
Die Zahl der Betriebsgründungen fiel jedoch um 4,2 Prozent auf 1.522 Anzeigen. Im Gegensatz dazu stiegen die Neugründungen von Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetrieben um 0,9 Prozent auf 5.652 Anträge. Dies verdeutlicht eine Verschiebung hin zu kleineren Unternehmen und Nebenerwerbsbetrieben, während größere Betriebsgründungen zurückgehen.
Die Anzahl der Gewerbeabmeldungen erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 8.472, wobei die vollständige Aufgabe des Gewerbes den Hauptgrund darstellte. Dieser Grund machte 80,5 Prozent aller Abmeldungen aus, was einen Anstieg von 4,1 Prozent bedeutet. Speziell Kleinbetriebe und Nebenerwerbsbetriebe (5.071 Abmeldungen) sowie größere wirtschaftliche Betriebe (1.752 Abmeldungen) waren betroffen.
Im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ gab es sowohl die meisten Neuanmeldungen (2.093) als auch die meisten Abmeldungen (2.177). Auch in der „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ wie Gebäudebetreuung und Zeitarbeitsfirmen gab es viele Marktbewegungen mit 1.246 An- und 1.042 Abmeldungen.
Die vollständige Aufgabe des Gewerbes und wirtschaftliche Herausforderungen bleiben die Hauptgründe für Gewerbeabmeldungen in Thüringen. Dies zeigt deutlich die sich verändernde wirtschaftliche Landschaft, in der kleine und mittlere Unternehmen versuchen, sich zu behaupten.
Quelle: Pressemitteilung vom 11. November 2024
Abbildung: Thüringer Landesamt für Statistik
Veröffentlicht am 11.11.2024 11:16 von Christian Wolf, Redakteur
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