13.03.2025

Unterirdische Sanierung des Löbersbachs in Eisenach auf gutem Weg

In Eisenach schreiten die komplexen Sanierungsarbeiten am unterirdischen Verlauf des Löbersbachs voran. Experten kombinieren bergmännisches Fachwissen mit erheblichem Aufwand und Handarbeit, um die Schäden zu beheben und den Bachlauf für zukünftige Starkregen-Ereignisse zu rüsten.

Die Baustelle an der Johannisstraße am Rande des Karlsplatzes mag auf den ersten Blick unscheinbar erscheinen, doch birgt sie komplexe Herausforderungen. Fachkräfte sanieren den unterirdischen Verlauf des Löbersbachs auf einer Länge von etwa 20 Metern. Ein weiterer defekter Abschnitt von fünf Metern soll in Angriff genommen werden.

Besondere Schwierigkeiten bereiten die beengten Verhältnisse im Gewölbe und witterungsabhängige Überflutungen durch Niederschlagsereignisse, da der Löbersbach ein großes Einzugsgebiet besitzt. Auf Grundlage von Messungen aus den letzten zwei Jahren haben die Planer das Projekt entworfen. Doch der milde und feuchte Winter 2024 führte zu unerwartet großen Wassermengen mit hohen Fließgeschwindigkeiten, die die Arbeiten beeinträchtigen.

Mit einer Pumpleistung von bis zu 350 Kubikmetern pro Stunde und einem Umleitungsbypass versuchen die Arbeiter, das Wasser zu kontrollieren. Dennoch gibt es Tage, an denen das Gewölbe unzugänglich ist.

Ein weiteres Ziel der Sanierungsarbeiten ist die Steigerung des Fassungsvermögens des Löbersbachs bei Starkregen. Der Bach im Karlsplatzbereich kann derzeit nicht das sogenannte HQ 100-Ereignis - ein statistisches Hochwasserereignis, das einmal in 100 Jahren auftritt - bewältigen. Durch das Pilgerschrittverfahren, bei dem die Arbeiten in kleinen Abschnitten erfolgen, um die Stabilität zu gewährleisten, soll die gemauerte Sohle entfernt und ersetzt werden, um das Volumen des Bachs zu erhöhen.

Zusätzlich ergibt sich die Herausforderung, dass der Zugang zum Gewölbe zwischen dem Löbersbach und einem Mischwasserkanal des örtlichen Trink- und Abwasserverbands liegt. Aufgrund grober Planauskünfte erfolgte der Zugang mit erhöhtem Aufwand.

Das bisherige Auftragsvolumen für die Sanierung umfasst etwa 245.000 Euro, während für den zweiten Abschnitt noch kein Angebot vorliegt. Die Arbeiten werden vom Bergbaubereich der Firma TS Bau Jena durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.3.2025
Bilder: Bauleiter Alfred Geers von TS Bau Jena (Bild oben, links) und Andreas Benthin vom geologischen Ingenieurbüro demonstrieren die Baumaßnahmen. ©Stadtverwaltung Eisenach
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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