Wachsame Augen zum Schulbeginn: ADAC appelliert an Verkehrsteilnehmer in Thüringen
Mit dem Start des neuen Schuljahres am 11. August in Thüringen rückt die Sicherheit zahlreicher Schulanfänger erneut in den Fokus. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt anlässlich des Schulbeginns Hinweise, wie Kinder auf ihrem Weg zur Schule bestmöglich geschützt werden können.
Nach Angaben des ADAC werden nach den Sommerferien wieder rund 421 Grundschulen von vielen Erstklässlern besucht, die sich zum ersten Mal eigenständig im Straßenverkehr bewegen. Der Verband macht darauf aufmerksam, dass gerade jüngere Kinder Gefahrenquellen im Verkehr oftmals nicht rechtzeitig erkennen oder einschätzen können. Sie reagieren anders als Erwachsene und seien insbesondere aufgrund ihrer geringen Körpergröße schnell zwischen parkenden Fahrzeugen oder anderen Sichthindernissen übersehbar.
Verkehrsteilnehmer sollten vor allem in Wohngebieten sowie im Umfeld von Schulen besonders aufmerksam sein. Wie der ADAC hervorhebt, können Kinder unerwartet und unüberlegt auf die Straße treten. Autofahrer sollten deshalb auf plötzliche Bewegungen jederzeit vorbereitet sein. Auch an Bushaltestellen sei besondere Vorsicht geboten: Kinder könnten die Straße spontan überqueren, insbesondere beim Ein- oder Aussteigen. Wird ein Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage passiert, so weist der ADAC darauf hin, dass das Überholen in diesem Fall verboten ist.
Bei der Wahl des Schulwegs empfiehlt der ADAC Eltern, die sicherste Route und nicht den kürzesten zu bevorzugen. Das Üben des künftigen Weges mit den Kindern solle frühzeitig und regelmäßig erfolgen, wobei vor allem das Verhalten an gefährlichen Stellen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Kreuzungen im Mittelpunkt stehen sollte. Zur besseren Sichtbarkeit der Kinder rät der Verband zum Tragen heller Kleidung sowie von Reflektoren oder Sicherheitswesten, insbesondere bei Dunkelheit am Morgen.
Ein Rollentausch könne helfen, das richtige Verkehrsverhalten zu festigen. Dabei erklärt das Kind, wo es langgehen und wie es sich verhalten muss. Diese Methode verankere laut ADAC das Erlernte und fördere eigenständiges Handeln.
Der ADAC warnt zudem vor den Gefahren sogenannter „Elterntaxis“. Häufiges regelwidriges Anhalten oder riskante Wendemanöver direkt vor den Schulen könnten zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen führen. Der Verband empfiehlt, das Auto allenfalls in Ausnahmefällen zu nutzen und die Kinder in sicherer Entfernung abzusetzen. Elternhaltestellen, sogenannte Hol- und Bringzonen etwas abseits des Schulgeländes, könnten dazu beitragen, das Verkehrsaufkommen direkt vor den Schulen zu minimieren. Der gemeinsame Fußweg der Kinder zur Schule fördere nicht nur die Verkehrskompetenz, sondern stärke auch das soziale Miteinander.
Weitere Hinweise und praktische Tipps für den sicheren Schulweg stellt der ADAC auf der entsprechenden Themenseite zur Verfügung.
Quelle: Pressemitteilung vom 28.7.2025
Veröffentlicht am 28.07.2025 12:03 von Marcus Schütz, Fachredakteur
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