01.10.2026

Bad Liebenstein: Wärmeplanung kommt in die nächste Phase

Bad Liebenstein arbeitet weiter an der kommunalen Wärmeplanung: Die ersten Untersuchungen zur aktuellen Wärmeversorgung im gesamten Stadtgebiet stehen kurz vor dem Abschluss. Das beauftragte Planungsbüro KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH hat erhoben, wie die Kurstadt und ihre Ortsteile derzeit mit Wärme versorgt werden und wie hoch der Bedarf in den einzelnen Bereichen ist. Erste Zwischenergebnisse wurden in der vergangenen Woche mit Bürgermeisterin Susanne Rakowski und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung besprochen.

Für die Bestandsanalyse hat KEM unter anderem erfasst, welche Heizsysteme in den Gebäuden genutzt werden und wo im Stadtgebiet besonders viel oder vergleichsweise wenig Wärme benötigt wird. Diese Auswertung bildet die Grundlage für die nächsten Schritte der Planung. In der nun folgenden Phase rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Wärmeversorgung in Bad Liebenstein künftig aussehen kann.

Die Planer prüfen dafür verschiedene Optionen mit erneuerbaren Energien. Genannt werden Solarenergie, Erdwärme und Biomasse. Auch die Nutzung von Abwärmequellen sowie Ansätze zum Energiesparen sollen in die weiteren Untersuchungen einfließen. Am Ende soll für die unterschiedlichen Bereiche des Stadtgebiets deutlich werden, welche Formen der Versorgung grundsätzlich in Frage kommen – von möglichen Wärmenetzen bis hin zu Lösungen für einzelne Gebäude.

Für Bürgerinnen und Bürger wichtig: Die kommunale Wärmeplanung legt nicht fest, welche konkrete Heizung in einem einzelnen Haus eingebaut werden muss. Sie zeigt vielmehr auf, welche Versorgungswege langfristig in den jeweiligen Quartieren realistisch sind. Für die Analyse greifen die Fachleute auf Daten von Energieversorgern, Netzbetreibern und weiteren zuständigen Stellen zurück. Persönliche Daten von Einwohnerinnen und Einwohnern werden nach Angaben der Stadt nicht erhoben.

Bis Ende Oktober will KEM die Bestandsanalyse in einem schriftlichen Bericht zusammenfassen. Dieser soll anschließend öffentlich einsehbar sein. Auf dieser Basis werden dann konkrete Szenarien für die zukünftige Wärmeversorgung entwickelt, die auch für anstehende Entscheidungen von Hauseigentümern und Unternehmen im Stadtgebiet eine Orientierung bieten können.

Den Startschuss für die kommunale Wärmeplanung hatte der Stadtrat im Dezember 2025 gegeben. Im Juni 2026 wurde der Auftrag an die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH vergeben, im Juli begann das Büro mit der Bestandsaufnahme. Die gesamte Erstellung der Wärmeplanung ist bis Oktober 2027 vorgesehen. Hintergrund ist eine gesetzliche Vorgabe: Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen bis Mitte 2028 eine Wärmeplanung vorlegen. Ziel ist es, die Wärmeversorgung langfristig verlässlich zu organisieren und stärker auf erneuerbare Energien auszurichten.

An dem jüngsten Austausch zu den ersten Analyseergebnissen nahmen neben Bürgermeisterin Susanne Rakowski unter anderem Bauamtsleiter Oliver Schröder, der zuständige Sachbearbeiter für die kommunale Wärmeplanung im Bauamt, Olaf Koblitz, sowie Annekatrin Duch und Thomas Walther von der KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH teil.

Quelle: Pressemitteilung vom 01.10.2026
Foto: Rathaus Bad Liebenstein
Veröffentlicht am von , Redakteur

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