21.11.2025

„Nein zu Gewalt an Frauen!“: Fahnenaktion und Informationstag in Eisenach

Am 25. November 2025 beteiligt sich die Stadt Eisenach erneut an der bundesweiten Fahnenaktion des internationalen Aktionstags „Nein zu Gewalt an Frauen!“. Vor dem Rathaus werden Fahnen unter dem Motto „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst, um auf das gesellschaftliche Problem von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Die Stadtverwaltung, vertreten durch Oberbürgermeister Christoph Ihling, Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Quentel und das Frauenhaus Eisenach, will mit dieser Aktion ein sichtbares Zeichen für Solidarität setzen.

Begleitend zur Fahnenaktion informiert ein Stand am Marktplatz 2 zwischen 13 und 16 Uhr über Schutzmöglichkeiten sowie Hilfs- und Beratungsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen. Die Gleichstellungsbeauftragte erläutert, dass Gewalt gegen Frauen keine Privatsache sei und betont den Wert von Information und Austausch, um Wege aus gewaltsamen Situationen aufzuzeigen.

Das Frauenhaus Eisenach meldet für das Jahr 2025 bislang 25 Frauen und 30 Kinder, die bis zum 15. November dort Schutz gefunden haben. Im Vorjahr waren es 22 Frauen mit ebenso vielen Kindern. Darüber hinaus wurden 160 Betroffene telefonisch oder persönlich beraten. Insgesamt führten die Mitarbeiterinnen 285 ambulante Beratungsgespräche – auch mit Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen.

Als Teil des Aktionstags gastiert am Abend um 19.30 Uhr die „Bühne für Menschenrechte“ im Theater am Markt mit dem Stück „Keine mehr“. In der Vorstellung erzählen Schauspielerinnen aus der Perspektive betroffener Frauen von patriarchalischer und sexualisierter Gewalt. Die Veranstaltung, organisiert von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Verein Frauen helfen Frauen, ist bereits ausverkauft.

Hintergrund des internationalen Aktionstags ist das Gedenken an die Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik ermordet wurden. Seit 1999 ist das Datum offizieller internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, anerkannt durch die UN-Generalversammlung. Die in Deutschland etablierte Fahnenaktion geht auf eine Initiative des Vereins TERRE DES FEMMES aus dem Jahr 2001 zurück. Eisenach nimmt seitdem regelmäßig daran teil, um öffentlich für das Recht auf ein gewaltfreies Leben für Frauen einzutreten.

Quelle: Pressemitteilung vom 20.11.2025
Veröffentlicht am von , Fachredakteur

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