05.02.2025

Polizei stoppt gefährlichen Giftmülltransport auf der A71

Ein als Gefahrguttransport gekennzeichneter Sattelzug aus Polen wurde am Dienstagmorgen von der Autobahnpolizeistation Süd gestoppt, nachdem er trotz Sperrung durch zwei Autobahntunnel bei Suhl fuhr. Bei der Überprüfung durch die Polizisten stellte sich heraus, dass der Lkw fast 20.000 Liter gefährliche Chemikalien, darunter Säuren und cyanidhaltige Giftstoffe, geladen hatte.

Laut den Ermittlungen wurde die verantwortliche Spedition aus Nordrhein-Westfalen, die den Transport durchführen sollte, durch eine polnische Firma ersetzt, obwohl diese nicht über die notwendigen Erlaubnisse und Ausrüstungen verfügte. Auch die Kennzeichnung als Abfalltransport war nur selbstgemalt vorhanden.

Angesichts dieser Umstände bestand der Verdacht einer Umweltstraftat. Ein Staatsanwalt in Meiningen ordnete an, dass der 43-jährige belarussische Fahrer eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro zahlen müsse. Des Weiteren werden rechtliche Schritte gegen den Unternehmer und den Verpacker aufgrund mehrfacher Verstöße gegen Abfall- und Gefahrgutvorschriften eingeleitet.

Der betroffene Sattelzug wurde von der Polizei festgesetzt und durfte erst nach Vorlage aller erforderlichen Erlaubnisse am Abend seine Fahrt fortsetzen, diesmal allerdings durch ein zugelassenes Unternehmen im ordnungsgemäßen Zustand.

Quelle: Pressemitteilung vom 5.2.2025
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