23.12.2024

Jesidisches Fastenfest in Eisenach: Ein Zeichen von Tradition und Gemeinschaft

Am 21. Dezember 2024 versammelten sich Jesidinnen und Jesiden aus ganz Thüringen im Bürgerhaus Eisenach, um das Jesidisch-Fastenfest zu feiern. Bürgermeister Steffen Liebendörfer nahm an der Veranstaltung teil und betonte die Bedeutung dieses Festes als Beispiel für gelebte Tradition und interkulturellen Austausch.

Das Jesidisch-Fastenfest, auch als „Ezi-Fest“ bekannt, markiere das Ende einer dreitägigen Fastenzeit, die in der jesidischen Religion eine zentrale Rolle spiele. Bürgermeister Liebendörfer hob hervor, das Fest sei ein Ausdruck von Dankbarkeit, Hoffnung und Zusammenhalt.

Die Jesiden bilden eine ethnisch-religiöse Gemeinschaft mit Wurzeln im Nahen Osten, insbesondere in heutigen Gebieten des Irak, Syriens und der Türkei. Ihre Religion stellt eine der ältesten monotheistischen Glaubensrichtungen dar und weist Einflüsse aus dem Zoroastrismus, Islam und Christentum auf.

Aufgrund von Migration, Flucht oder Vertreibung lebt ein Großteil der jesidischen Gemeinschaft heute in der Diaspora, wobei viele Mitglieder in Deutschland ansässig sind. Dabei ist es ihnen wichtig, ihre kulturellen und religiösen Traditionen zu bewahren und weiterzugeben. Die Diaspora trägt somit wesentlich zur Erhaltung und Pflege der jesidischen Kultur bei.

Das Jesidisch-Fastenfest in Eisenach diente nicht nur der religiösen Praxis, sondern beteiligte sich auch am öffentlichen Leben und an der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in einer vielfältigen Gesellschaft.

Quelle: Pressemitteilung vom 23. Dezember 2024
Foto: Stadtverwaltung Eisenach
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